DS 28


Geschichte
Die DS 28 wurde im Sommer 1955 erstmals gefertigt. Nach Wegfall der DS 22 schloss die DS 28 die Lücke zwischen der DS 20 und der DS 30. Im Jahre 1957 erfolgte analog zu den Typen DS 14 und DS 20 die Einführung eines neuen Rahmens mit abgesetztem Führerstand. Die letzte Lok wurde im Juli 1968 gebaut. Sonderbauarten gab es offenbar keine. Insgesamt wurden etwas über 100 Exemplare hergestellt.

Technische Ausstattung


Rahmen
Anfangs hatte die DS 28 einen geraden Rahmen. Im Jahre 1957 erfolgte die Umstellung auf den Rahmen mit dem abgesetzten Führerstand. Im Rahmen sind Ballastgewichte eingebaut. Zu Beginn der Produktion wurden Federpuffer angebaut, die später durch große Gußpuffer ersetzt wurden.

Motor
Der am häufigsten eingebaute Motor ist ein luftgekühlter Zweizylinder-Deutz, vermutlich vom Typ A2L bzw. F2L 514. Wahlweise konnte auch ein wassergekühlter MWM-Zweizylinder-Motor Typ KDW 415z eingebaut werden. In allen Fällen hatte die Lok eine Leistung von 28 PS.

Getriebe
Zum Einsatz kam das bewährte Dreiganggetriebe mit Kegelradachsantrieb. Anfangs mit einem Handrad geschaltet, wurde mit dem neuen Rahmen auch das kompaktere Getriebe mit dem senkrechten Schalthebel eingeführt.

Aufbauten
Die Lok erhielt einen Vorbau im neuen DIEMA-Design mit den typischen Schrägen. Von Anfang an war ein Handlauf an den Schrägen montiert. Das Führerhaus war wohl serienmäßig angebaut und hatte rechteckige Fenster mit außen anmontierten Leisten, ab ca. 1958 mit Gummidichtungen. 1957 wurde mit dem neuen Rahmen der Vorbau verlängert, etwas flacher gehalten und das Führerhaus umgestaltet. Es gab auf Wunsch auch einteilige Fenster, so wurden z.B. mehrere Loks für die Stadtwerke Essen mit einteiligen Fenstern versehen. Im Unterschied zur DS 14 und DS 20 hat die Klappe auf dem Motorvorbau zwei Vorreiber und der Sandkastendeckel ist rund gehalten.
Die weitere Evolution des Aufbaus lief parallel zur DS 14 und DS 20 ab und kann dort eingesehen werden. Erwähnenswert ist noch, dass einige Loks an der Motorfrontklappe Lamellen angebracht hatten. Die wenigen Loks mit MWM-Motor haben feste Frontgitter.

DIEMA 1834/ 1955 mit geradem Rahmen. Typische
Merkmale der frühen DS 28 sind Federpuffer und die
angeschraubten Fensterleisten. 
Werksfoto vom Fahrwerk der DS 28 mit dem
alten Getriebe bis 1957

Werksfoto einer DS 28 um 1960 mit dem neueren Rahmen. 

einen Video Clip gibt es bei Youtube unter WFBer

 

Eine DS 28 von 1962, bei der man sehr gut
die Klappe auf der Motorhaube mit den
beiden Vorreibern und den runden Sand-
deckel erkennt. Die Lok hat die im Text er-
wähnten, einteiligen Fenster. Foto: Lauter

DS 28 - Technische Daten
Ausführung Leistung
(PS)
Länge
(mm)
Breite
(mm)
Höhe
(mm)
Achsabstand
(mm)
Gewicht
(t)
Vmax
(km/h)
1955-1957 28 ? ? ? ? 4,3 4-8-12
1957-1968 28 2970 1100 1790* 900 4,3 4-8-12

* = mit Führerhaus


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© Dieter Resinger